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  Motivation und Finanzierung

Mit dem Brand von 1993 ging ein grosser Teil der Kapellbrückenbilder verloren. Die Kapell­brücke als solches wurde mit neuem Holz wiederhergestellt. Durch die Sonneneinstrahlung und Wettereinflüsse hat das Holz bereits heute wieder eine Patina, die kaum erkennen lässt, dass die Brücke vor 15 Jahren praktisch vollständig erneuert wurde.

Demgegenüber verbrannten rund 86 der Originalbilder definitiv. Im Gegensatz zu den Be­mühungen um die Brücke, wird die Unersetzlichkeit der Bilderzyklen erst mit ihrem Verlust spürbar, da sie kulturhistorisch enorm wertvoll sind. Die Giebelbilder der Kapellbrücke sind ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes Luzerns. Nachdem die Familie Schumacher bereits seit dem 15. Jahrhundert in Luzern ansässig ist, Mitglied des Patriziats war und daher die Geschichte der Stadt Luzern mit beeinflusste, aber auch viele Bilder der Kapellbrücke ge­stiftet hatte und dadurch vom Brand der Bilder ganz speziell betroffen war, hat sich Dr. Jost Schumacher dazu entschlossen, durch die Wiederherstellung der Bilder seinem historischen Gewissen Rechnung zu tragen. Ziel und Zweck dieses Projektes ist es, die Bilderzyklen in ihrer Gesamtheit lesbar zu erhalten und den Inhalt für nachfolgende Generationen verständ­lich zu überliefern.

Ziel des vorliegenden Projekts ist es, dass die im Auftrag von Dr. Jost Schumacher rekonstruierten Bilder eines Tages wieder die Kapellbrücke schmücken, auch wenn dies zum Schutz der Bilder nicht ganzjährig sondern zum Beispiel nur im Sommerhalbjahr möglich wäre. Im Winterhalbjahr werden die Bilder auf Wanderschaft sein. Bereits liegen Angebote aus dem Ausland vor.

Der Luzerner Rechtsanwalt und Kunstliebhaber Dr. Jost Schumacher hat das vorliegende Projekt ohne finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand oder Institutionen realisiert. Die Aufwendungen dieses ausschliesslich privat finanzierten Projekts belaufen sich auf rund CHF 2'000'000.00.

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