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  Das Projekt Kapellbrückenbilder in Kürze

15 Jahre nach dem Brand der Luzerner Kapellbrücke konnten die damals zerstörten Bilder wieder betrachtet werden. In einem einzigartigen kulturhistorischen Projekt liess der Luzerner Rechtsanwalt und Kunstliebhaber Dr. Jost Schumacher sämtliche 146 Bilder historisch aufarbeiten und neu malen. Die Bilder wurden vom 6. bis 23. November 2008 in der Luzerner Kornschütte erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Gross war die Trauer und Betroffenheit der Luzernerinnen und Luzerner über den Brand der Kapellbrücke im Jahre 1993. Währenddem die Brücke in kürzester Zeit wieder aufgebaut wurde, blieben die Bilder ein Raub der Flammen. Aus diesem Grund hat sich der Luzerner Rechtsanwalt und Kunstliebhaber Dr. Jost Schumacher entschlossen, den Bilderbestand der Kapellbrücke vollumfänglich zu kopieren. „Ich möchte, dass die Geschichte dieser Bilder in ihrem vollen Umfang auch künftigen Generationen zugänglich bleibt“, so Schumacher zu seiner Motivation.

Fünf Jahre Arbeit

Im Jahr 2003 begannen die Recherchen und wissenschaftlichen Nachforschungen, um die zerstörten Gemälde möglichst originalgetreu zu kopieren. Zu jedem Bild erarbeitete Dr. Jost Schumacher zusammen mit der Luzerner Kunsthistorikerin Dr. Sabina Kumschick und dem ehemaligen Denkmalpfleger der Stadt Luzern, Dr. Ueli Habegger, Hintergrundinformationen, um die Geschichte der Bilder zu verstehen und um selbst kleinste Details bei der Illustration der Kopien zu berücksichtigen.

Die nun gefertigten Bilder sind – mit Vorteil der Beständigkeit – in Öl- und Temperamalerei erstellt. Als Künstler wirkten Mike Shera und diverse Fachkräfte vom Atelier Willy Arn. Während Mike Shera helle und kräftige Farben verwendete, kopierten die Künstler des Ateliers Arn die Bilder in ihrem Zustand zum Zeitpunkt der letzten Bestandesaufnahme.

Die Kosten des vorliegenden Projektes belaufen sich auf rund zwei Millionen Schweizer Franken. Initiant und Projektleiter Dr. Jost Schumacher hat diesen Betrag ohne finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand oder Institutionen auf privater Basis investiert.

Ausstellung in der Luzerner Kornschütte

Vom 6. bis 23. November 2008 konnten die kopierten Bilder in der Luzerner Kornschütte erstmals von der Öffentlichkeit bestaunt werden. Sämtliche Bilder der drei Zyklen konnten in der richtigen Reihenfolge betrachtet werden. Die Ausstellung wurde begleitet durch die Schriftenreihe „Innerschweizer Schatztruhe“, in der zu jedem Bild eine kurze Erläuterung zu finden ist. Zudem produzierte die Firma i art interactive ag im Auftrag von Dr. Jost Schumacher eine Audiovision in Deutsch und Englisch. „Die Audiovision ermöglicht dem Besuchenden, die Zyklen – begleitet von gesprochenen Texten und den Bildern nachempfundenen Geräuschen – zu betrachten und jedes einzelne Bild im Zusammenhang mit den anderen zu lesen. Erst durch diese Zusatzinformationen wird es auch für den Laien als Teil einer monumentalen Bilderchronik verständlich“, erklärt Anna Pfeiffer von i art interactive ag. Der Eintritt zur Ausstellung war kostenlos.

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